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MANV- ein gemeinsames Projekt von Feuerwehr und DRK

Mancher wird über das Kunstwort "MANV" sicherlich schmunzeln, hört es sich doch recht lustig an. Doch was hinter diesem Einsatzstichwort steckt, ist weit weniger zum Lachen.







Trotz eines gut ausgebauten Rettungsdienstes bedarf es in bestimmten Situationen, wie zum Beispiel Flugzeugabstürzen, Zugunglücken oder Unfällen mit Bussen, der Hilfe besonderer Einheiten und der Verfolgung spezieller Strategien, um schnell und umfassend Hilfe leisten zu können. Man spricht von einem „ MANV“ wenn die Anzahl der Patienten entweder die Kapazität der örtlichen Rettungsdienste übersteigt. Wenn die Anzahl der Patienten die Transportkapazität der Rettungsdienste übersteigt. Oder wenn die Anzahl der Patienten die Aufnahmekapazität der Krankenhäuser übersteigt.

Aufbau der Sondereinheit:


Für die Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2006 wurde vom Land Baden Württemberg ein nicht polizeiliches Sicherheitskonzept erarbeitet. Dies sah unter anderem die Beschaffung von vier Behandlungsplätzen für 50 Patienten (BHP 50) vor. Zum Transport stehen der BF (Berufsfeuerwehr) Karlsruhe, BF Mannheim, FF (Freiwillige Feuerwehr) Ravensburg und der BF Stuttgart je ein Abrollbehälter MANV, der alles notwendigen Materialien wie Zelte, medizinische Geräte usw. enthält, zur Verfügung. Befördert wird der AB-MANV RV vom Wechsella derfahrzeug der FF Ravensburg


Im Herbst 2005 fand man mit dem Deutschen Roten Kreuz aus Ravensburg und der Oberschwabenklinik Ravensburg kompetente Partner zur personellen Besetzung des BHP 50 und begann mit der Ausbildung der Mannschaften.


Alle Interessierten der FF Ravensburg besuchten den Lehrgang San. A. beim DRK Ravensburg. Zahlreiche gemeinsame Besprechungen und Aufbauübungen rundeten die Ausbildung ab.



Betrieb des BHP 50:


Für den Betrieb des BHP 50 sind sechs Zelteinheiten vorhanden:


 

Eingangszelt (Triage):
Hier werden die Patienten gesichtet( triagiert) und in die    verschiedenen Behandlungszelte verteilt

Zelt T1:
Kategorie schwer verletzt

Zelt T2:
Kategorie mittelschwer verletzt

Zelt T3:
Kategorie leicht verletzt & zu betreuen
Zelt T4:
abwartende Behandlung

Ausgangszelt:
Zuteilung in Krankenhäuser und  Aufteilung  auf die Rettungsmittel.

In den Behandlungszelten werden die Patienten der Verletzung entsprechend behandelt und betreut. Parallel wird die Aufnahmekapazität der in Frage kommenden Krankenhäuser abgefragt.

Der Personalbedarf stellt sich wie folgt dar:

Feuerwehr:
1 x Technischer Leiter BHP (TLB)
2 x Maschinisten
16 x Mannschaft

DRK
1 x Organisatorischer Leiter BHP
8 x Rettungsassistenten
14 x Rettungssanitäter
2 x Seelsorger

Oberschwabenklinik (OSK)
1 x Medizinischer Leiter BHP
9 x Notärzte

 

Alarmierung und Ausrückeordnung:

Die entsprechend ausgebildete Mannschaft der FF Ravensburg wird über digitale Meldeempfänger (DME) durch die Rettungsleitstelle des Kreises Ravensburg alarmiert. Der Personalstand der Sondereinheit der FF Ravensburg beträgt zur Zeit 42 Personen.

Ausgerückt wird laut Alarm und Ausrückeordnung (AAO):

WLF mit AB MANV               1-66-89

LF 16                                      1-44
MTF 2                                    1-19-2

Das DRK transportiert seine Mannschaft ebenfalls mit MTF und übernimmt den Transport der Notärzte aus der OSK an den Einsatzort.

 

 

Folgende große Übungen und Einsätze wurden bewältigt:

01.04.06:         
Übung Teamgeist am Gottlieb Daimler Stadion in Stuttgart mit über 1.000 Rettungskräften.


 

08.05.06:
Großübung in der Oberschwabenhalle Ravensburg mit
über 250 Teilnehmern, unter anderem auch der Großraumrettungshubschrauber aus Laupheim.

 

 

Anforderung durch das Land Baden Württemberg zu folgenden WM-Spiele nach Stuttgart:

13.06.06          Frankreich : Schweiz

16.06.06          Niederlande : Elfenbeinküste

19.06.06          Spanien : Tunesien

22.06.06          Kroatien : Australien

25.06.06          England : Ecuador (Achtelfinale)

08.07.06          Deutschland : Portugal (Spiel um Platz 3


 

Im Jahr 2007:

Vorstellung Sondereinheit MANV im Kreis Sigmaringen, Kreis Biberach, Flughafen Friedrichshafen. Vorstellung beim Einsatzstab Kreis Friedrichshafen.

 

21.06.08

Großübung anlässlich des Landesfeuerwehrtages. Mitgewirkt hat hier der Großraumtransportrettungswagen (GRTW) der BF Stuttgart und der Einsatzleitwagen (ELW) 3 der BF Karlsruhe

    

28-29.03.09

Anforderung durch das Land Baden Württemberg zum Nato Gipfel nach Baden Baden.

 

03-04.04.09   

Anforderung durch das Land Baden Württemberg zum Nato Gipfel nach Baden Baden.

 


 


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